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Uçhisar
liegt im Zentrum von Kappadokien mit der gleichnamigen Burg als höchster Bodenerhebung
im Gebiet. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf das Uçhisar-Tal und
die Umgebung. Wann die Erstbesiedlung stattgefunden hat, ist unbekannt. Die Zugänge
zu den einzelnen Räumen können genau wie in den unterirdischen Städten in den meisten
Fällen mit einer grossen Steinscheibe verschlossen werden. Auffallend an der Burg
sind ihre vielen, jedoch heute überwiegend eingefallenen Stockwerke. Einige Feenkamine
im Norden, Westen und Süden der Burg sind von den Römern ausgehöhlt und als Grabkammern
benutzt worden.
In
den im allgemeinen sich zur Westseite öffnenden Grabkammern stand in der Mitte eine
Kline (antikes Ruhebett). Sowohl an den Hängen des Burghügels als auch im Burgbereich
selber sind nur wenige Felsenkirchen vorhanden. Ein Grund dafür könnte das nahegelegene
Göreme sein, wo sie in hoher Anzahl zu finden sind. An den einfachen Felsengräbern
aus der byzantinischen Zeit lassen sich keine Besonderheiten mehr entdecken, da
sie alle ausgeraubt und zerstört wurden. An der Burg hat man bis anhin einen Tunnel,
von dessen Vorhandensein gesprochen wird und wie er zu Flucht- und Verteidigungszwecken
bei den Burgen von Ortahisar und Ürgüp (Baþhisar) vorhanden ist, nicht finden können.
Die meisten Tunnel im Gebiet sind jedoch ganz oder überwiegend eingebrochen, was
auch bei dem von Uçhisar der Fall sein dürfte.
Eine weitere Besonderheit Uchisars sind die vielen Taubenschläge in den Feenkaminen. Da den Bauern von Uçhisar nicht genügend Ackerland zur Verfügung steht, müssen sie das wenige, das sie haben, auf bestmögliche und ergiebige Art und Weise nutzen, und um das zu erreichen, düngen sie mit Taubenmist.